Gemälde, Mann mit Waffe, blau

Intensivtäter sind eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden. © Paul Sableman under cc

Intensivtäter stehen bei uns eigenartig wenig im Fokus der Aufmerksamkeit. Das ist umso merkwürdiger, als der gesellschaftliche Schaden, der von ihnen ausgeht, erheblich ist. Intensivtäter ist ein anderer Ausdruck für Mehrfach-, Serien- oder Wiederholungstäter. Wenn hier von Intensivtätern die Rede ist, dann ist sind damit einerseits verurteilte Mehrfachtäter gemeint, wir betrachten hier aber auch die in der Polizeistatistik so genannten Mehrfachtatverdächtigen, obwohl ein Tatverdächtiger noch kein Täter ist. Andererseits gibt es bei jeder Kriminalstatistik ein erhebliches Dunkelfeld, also Taten, die nicht angezeigt werden. Diese Grauzone beschreibt der hier verwendete Sammelbegriff.

Die polizeiliche Kriminalstatistik von 2016 ist vor wenigen Tagen erschienen, darin wurde auch die Kriminalität infolge vom Migrationsbewegungen erfasst, auch ohne ausländerrechtliche Verstöße. Statistiken werden nicht selten dafür genutzt, die Meinung, die man ohnehin schon hat, zu unterstreichen. Wir wollen es anders machen, die Gesamtlage kurz streifen, einige Aspekte herausgreifen und uns dann den Intensivtätern zuwenden.

Die Gesamtlage

Insgesamt ist die Kriminalität 2016 um 0,7% gestiegen, abzüglich der ausländerrechtlichen Verstöße sogar erneut leicht gesunken. Deutlich angestiegen ist jedoch die Gewaltkriminalität (+6,7%) die „Gefährliche und schwere Körperverletzung“ sogar um fast 10%.[1]

Tatverdächtige Zuwanderer gibt es um 52,7% mehr, ein Anstieg der sich relativiert, wenn man bedenkt, dass die Überzahl der Anstiege unter den Zuwanderern selbst stattgefunden hat und Taten von „Fremden“ doppelt so häufig angezeigt werden, wie von Bekannten.[2][3]

Der Kriminologe Professor Christian Pfeiffer weist allerdings auch darauf hin, dass bei Raubdelikten von Ausländern Deutsche zu 70% die Opfer sind, bei Vergewaltigungsdelikten zu 60%.[4]

Die besorgniserregenden Einbrüche gehen etwas zurück, doch auch die Zunahme der Gewaltdelikte sieht im Kontext weniger schlimm aus, als zunächst befürchtet. Erinnern wir uns kurz an das Jahr 2006. War da was? Ja, gutes Wetter, Fußball WM, Deutschland präsentierte sich von seiner weltoffenen Seite, Feiern und gute Laune waren angesagt. Und die Gewalt, auch die schwere, lag höher als in den letzten beiden Jahren, noch schlimmer war es 2007, das wir auch nicht als katastrophal in Erinnerung haben, danach sank die Gewalt immer mehr, nun steigt sie wieder etwas an.[5] Es gibt also Grund gelassen zu bleiben, ohne blind oder naiv zu sein.

Vor allem ist Gewalt, insbesondere körperliche, aber auch so mancher Einbruch, etwas, was man nicht unterschätzen sollte, weil es ein nachhaltiges Gefühl der Verunsicherung und in schweren Fällen bei Opfern der lebenslangen Traumatisierung bedeuten kann.

Wie problematisch sind Intensivtäter?

Memet Kiliç, Vorstand im Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat, zitiert in der phoenix Runde Sachsens Innenminister mit der Aussage, dass 1% der Täter in Sachsen 40% der Straftaten verursachen. Wir ahnen, dass das eher keine Migranten sind.[6] Doch auch im Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 heißt es: „Fast ein Drittel (31,0 Prozent) aller tatverdächtigen Zuwanderer sind Mehrfachtatverdächtige.“[7] (Der Begriff Mehrfachtatverdächtige wird in der Kriminalstatistik 2016 jedoch nicht synonym mit Intensivtäter benutzt, sondern streng in dem Sinne, dass es Tatverdächtige gibt, die mehr ein mal verdächtig werden.[8])

Intensiv- oder Mehrfachtäter sind also ganz offensichtlich ein Problem und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen, was die Zahl der Taten selbst angeht, darüber hinaus, was die Stimmung in der Gesellschaft angeht. Es kann niemandem daran gelegen sein, bestimmte Bundesländer oder Menschengruppen pauschal abzustempeln und es wäre auch nicht richtig.

Vielleicht verbreiten sie sogar überproportional Angst und Schrecken, doch umso mehr muss eine wehrhafte Gesellschaft signalisieren, dass sie mit Intensivtätern fertig wird und dabei gilt, was auch im Kampf gegen den Terror gilt: ohne dabei selbst exzessiv zu werden.

Die eigentliche Bedrohung der Gesellschaft liegt darin, dass Terroristen, Extremisten und Intensivtäter eine (manchmal zu allem bereite) Minderheit sind, die versucht, die Mehrheit der Bevölkerung dadurch zu spalten, dass sie die emotionale Klaviatur bedient: Wut, Hass, Abscheu, Angst, Entsetzen und daraus folgend vor allem Überreaktionen provozieren will. Dass sie das wollen gibt der Gesellschaft jedoch eine Antwortmöglichkeit an die Hand, dazu später mehr. Doch wie wird man überhaupt Intensivtäter?

Intensivtäter: Was ist da schief gelaufen?

Wenn wir uns zunächst den „home grown“ Intensivtätern zuwenden, dann kann man sagen: ziemlich viel bis alles ist bei ihnen schief gelaufen.

„“Was ist das nur für ein Mensch, der so etwas tun konnte?“ Diese oftmals gestellte Frage nach den spezifischen Merkmalen und Charakteristika eines Menschen, der ein Verbrechen begangen hat, impliziert einen sehr wichtigen Aspekt. Indem wir diese Frage stellen, distanzieren wir uns, grenzen wir uns ab, betonen die Unmöglichkeit, dass die selbst, die wir so „normal“ sind, solche Dinge tun könnten. Und dies ist ein Selbstbetrug. In gewissen Situationen, unter gewissen Umständen kann (fast) jeder von uns zum Verbrecher werden – auch wenn wir dies nicht wahrhaben wollen.“[9]

„Kriminalität ist multifaktoriell bedingt“, heißt es dann etwas später im Text und einige Faktoren stechen heraus. Hochsignifikant dabei die Faktoren Broken-Home, Wechsel der Erzieungsträger und Heimaufenthalt. Alle Täter sind in der Unterschicht beheimatet, zu 70% haben sie ihre Herkunft in der Schicht. Ein Teufelskreis von Ursache und Wirkung, frühen Gewalterfahrungen, geringer Wertschätzung in der Familie, alkoholabhängiger Familienmitglieder, traumatischer und insbesondere sexueller Missbrauchserfahrungen. Fehlender Zusammenhalt und körperliche Bestrafung werden diskutiert, der dominierende Faktor scheint aber die unvollständige Familie zu sein.[10]

Was macht dieses desolate Umfeld mit den Kindern? Sie werden früh gewalttätig, wohl aus einer Vielzahl von Gründen. All das, was oben beschrieben wurde, sind auch prädisponierende Faktoren für schwere Persönlichkeitsstörungen und so wundert es nicht, dass wir bei Straftätern die dissoziale und emotional-instabile Persönlichkeitsstörung überhäufig vorfinden. Eine andere Studie findet Straftäter dissozial, wenig gewissenhaft und wenig selbstsicher.[11]

Mehrfachtäter, wie die Intensivtäter dort genannt werden zeichnen sich darüber hinaus durch die Faktoren aus, andere zu kritisieren, was vor allem bedeutet, bei anderen die Schuld zu suchen, eine erhöhte paranoide Feindseligkeit und vor allem den Drang, diese Feindseligkeit (man könnte auch bloß nörgeln) auch auszuleben.

Die Mischung aus Gewalterleben, Missachtung, Alkoholexzessen in der Familie, Mangel an Zusammenhalt und einer klaren familiären Struktur führt zu einer Störung der Identität, man kriegt nicht in den Fokus, wer man ist und was man will. Man hat keine zugeschriebene Rolle, die man erfüllen könnte, erlebt sich (und andere Menschen) oft als nicht wahrgenommen oder als bloßes Mittel zum momentanen Zweck benutzt, was Spitzenaffekte evoziert. Ob man sexuelles Spielzeug, Blitzableiter für Aggressionen oder Mittel zum Trost ist, ist da fast schon egal. Man ist je nach Situation fast etwas wie ein Gebrauchsgegenstand, mit der Würde des Menschen hat das nichts zu tun.

Richtet man den Blick von den Zahlen und Oberbegriffen auf die einzelnen Schicksale und ihre Geschichte, so ist man nicht selten entsetzt, traurig und wütend, was die Mischung aus Kälte, Gewalt und Missachtung angeht. Psychisch ist das die Hölle auf Erden und wir wissen heute, dass diese Hölle neben einigen Familien vor allem auch in Heimen stattgefunden hat. Heimaufenthalte sind weitere prädisponierende Faktoren.

Das ist schwer zu ertragen und man hält sich die Schicksale dieser Menschen, oft fast noch Kinder auf Distanz, wenn man abwertend von irgendwelchen ostdeutschen Nazis spricht, mit denen man nichts zu tun hat. Aber genau das sind sehr oft die Folgen dieser chronischen Misshandlung, für die diese Menschen nichts können. So gut wie alle Psychologen und Psychiater die sich mit Straftätern, Gewaltverbrechern und Intensivtätern befassen, kommen zu dem Schluss, dass die Täter von heute die Opfer, nicht nur von kurzen Traumatisierungen, sondern oft flächendeckendem und jahrelangem Missbrauch und Aggressionen waren.

Verstehen heißt nicht zwingend, zu verzeihen

Den Täter zu verstehen, darum sollte es daher zuerst gehen. Nicht im dem Sinne, dass man ihm alles durchgehen lässt oder im landläufigen Sinne für jede Tat Verständnis aufbringt, also mit der berühmt-berüchtigten „schweren Kindheit“ alles entschuldigt. Doch wenn man versteht, was diesen Menschen angetan wurde, versteht man auch, zu was sie selbst nicht in der Lage sind. Zur Empathie, im Sinne eines warmen Mitgefühls reicht es bei ihnen nicht, allenfalls zu einer instrumentellen Vorform, die gerissen versteht, wo die Schwachstellen und wunden Punkte des anderen sind, um ihn effektiv zu quälen oder wenigstens zu manipulieren.

Auch Reue, Bedauern und dnm Wunsch nach Wiedergutmachung sucht man bei ihnen oft vergebens, denn das sind Empfindungen die erst auftauchen, wenn jemand das neurotische Organisationsniveau erreicht hat. Ironischerweise ist es sogar noch so, dass die besonders kalten Täter zu einer theaterreifen Inszenierung dieser Gefühle – weil sie wissen, dass ihnen dies, bei guter Performance, etwa vor Gericht oder in der Haft, einen Vorteil bringt – viel besser in der Lage sind, als die weniger gestörten, die noch Reste von Gewissen in sich haben.

Doch wenn man als jemand der verstehen will den Blick aufs Ganze, auf die Taten richtet, der muss auch den Blick auf die Opfer dieser Täter richten. Was für die Opfer oft unverständlich und zerstörerisch ist, ist der Grad der Willkür, der sie zu Opfern machte. Sie waren halt zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort. Es hätte auch jeden anderen treffen können. Auf das für Opfer oft so wichtige „Warum?“ gibt es keine befriedigende Antwort, außer, dass die Täter ganz einfach das tun und weitergeben, was sie gelernt haben. Menschen sind Gebrauchsgegenstände, wenn sie einem gerade nützen: zum Feiern, Trinken, aber auch zum Quälen oder zur Demonstration von Macht, benutzt man sie eben, ohne jedes Mitgefühl. So hat man es gelernt und vielleicht inzwischen in einigen Fällen perfektioniert. Die Taten sind willkürlich, brutal und oft sadistisch. Da gibt es nichts zu beschönigen.

Doch man muss noch etwas verstehen, nämlich, wie diese Menschen ticken. In dieser Ambivalenz, dass sie selbst Täter und Opfer sind, die Hilfe brauchen und vor denen man die andren Menschen schützen muss. Viele dieser Täter, je häufiger sie straffällig werden, umso mehr, denken nicht im stillen Kämmerlein und auch nicht in der Zelle darüber nach, was sie den anderen da angetan haben, sie sind eher erbost, dass die andere sie in den Knast gebracht haben. Sie kritisieren andere, nicht sich. Sie sind feindselig, weil sie ihre Umwelt stets als feindlich erlebt haben.

Dennoch muss man versuchen ihr Verhalten zu verändern, da zerstörende Erfahrungen gemacht zu haben einem nicht das Recht gibt, andere zu zerstören. Viele Straftäter sind wenig intelligent. Statistisch gilt das für Vergewaltiger, die häufig intelligenzgemindert sind. Das ist schlecht, weil zu geringe Intelligenz dazu führt, dass man zur Empathie nicht in der Lage ist. Empathie ist immer auch ein kognitiver Akt. Ein IQ von 90 wird gebraucht, damit man therapeutisch etwas retten kann, was ohnehin schwer genug ist.

Narzisstische Größenvorstellungen und paranoides Misstrauen fließen zusammen, wenn die Entwicklung des Über-Ich früh zum erliegen kam. Das sind dann die dissozialen oder psychopathischen Komponenten, die man findet. Sie führen dazu, dass intelligentere Intensivtäter vorsichtig und gerissen sind. Sie neigen dazu sich selbst chronisch zu überschätzen (das ist ihr wirklich schwacher Punkt), ansonsten erzählen sie anderen Menschen das, von dem sie glauben, dass es sie in ein besseres Licht setzt oder ihnen, je nach Situation, zum eigenen Vorteil gereicht. Sie fühlen sich allen anderen überlegen, weil sie sich selbst für gerissener, härter, stärker, skrupelloser oder geschickter halten. Oft sind sie es nicht, aber sich und andere realistisch einzuschätzen ist nicht ihre starke Seite, insofern kommt der Irrtum bei ihnen nicht an. Man muss diese eigentlich immer vorhandene narzisstische Problematik mit berücksichtigen, weil sie für die Fragen nach einer möglichen Therapie oder Strafe relevant wird.

Geht von Flüchtlingen eine Gefahr aus?

Ein brisantes Thema, weil es gerne politisch instrumentalisiert wird. Die einen wollen in Flüchtlingen Straftäter sehen und wenn nicht jetzt, dann potentiell, für die andere Gruppe sind sie verfolgte Menschen, denen man einfach alles nachsehen muss. Dabei ist die Situation gar nicht so schwer zu erkennen. Der stets besonnene Kriminologe Pfeiffer spricht von einem Zwei-Klassen-System bei den Flüchtlingen. Kriegsflüchtlinge, die eine Chance haben hier als Asylbewerber anerkannt zu werden, verhalten sich in aller Regel vorbildlich und sind, was Straftaten angeht, oft sogar oft weniger auffällig als die einheimische Bevölkerung.

Anders die bereits in der Kölner Silvesternacht auffällig gewordenen nordafrikanischen Einwanderer, die hier keine Bleibeperspektive haben und das auch wissen. Das Schwert der Abschiebung schwebt ganz real täglich über ihnen, das ist nachvollziehbar frustrierend, zumal sie oft auch noch erhebliche Kosten und Gefahren auf sich genommen haben. Dieser Frust macht sich oft in Gewalt und sexuellen Übergriffen Luft.[12] Der Frust ist verständlich, weil diese Menschen sich eine andere, bessere Zukunft gewünscht haben, aber auch Frustration gibt Menschen nicht das Recht zu Übergriffen, diese kann und darf der Staat nicht tolerieren. Vorrangig betrifft das heute Menschen aus Nordafrika, einigen anderen afrikanischen und osteuropäischen Ländern.

Man versetze sich kurz in die Situation dieser Menschen, die hoffnungsfroh gestartet sind, in jeder Hinsicht viel investiert haben und und nun gesagt gekommen, dass sie weder gewollt, noch gebraucht werden, noch hier bleiben können. Da ihnen Deutschland oft auch noch in einem verzerrten Licht angepriesen wurde, ist die Enttäuschung groß, die dann zuweilen in den Frust und die Wut desjenigen umschlägt, der nichts mehr zu verlieren hat und sich nun einfach nimmt, was er will, solange es noch geht. Und aus dieser Perspektive sogar nachvollziehbar. Warum soll man sich für jemanden oder etwas oder ein Land einsetzen, das einen nicht will und sagt: Du bist hier überflüssig. Doch es soll hier nicht primär um Verständnis gehen, denn auch großer Frust berechtigt einen nicht dazu, diesen an anderen auszulassen. Das ist freilich leicht gesagt, denn wer im Buch des eigenen Lebens etwas blättert, wird sich auch schon mal die eine oder andere Situation erlebt haben, die man fast grenzenloser Frustration und Perspektivlosigkeit einher ging. Doch hier geht es im etwas anderes, nämlich:

Die Bedeutung sozialer Rollen und Perspektiven

Rennwagen mit Team in Zerrspiegel

Eine Aussicht zu haben, ist von immenser Bedeutung. © joanneum racing graz under cc

Wenn man von sozialen Rollen spricht, dann klingt das meist etwas abstrakt und wenig griffig. Soziale Rollen sind aber genau das, was man als Möglichkeit oder Perspektive angeboten bekommt, was einem vielleicht selbst deshalb gar nicht so auffällt, weil wir sie im Überfluss kennen und haben. Wir waren sogar manchmal möglicherweise etwas genervt davon, wenn wir als Kind gefragt wurden, was wir denn mal werden wollen, wenn wir groß sind oder wenn andere uns Angebote machten und sagten, was wir denn machen könnten und wir das vielleicht lieber selbst entscheiden wollten.

Doch all das zeigt: Angebote, Perspektiven und Rollen gibt es bei uns im Übermaß. Ein Luxus, von dem wir oft gar nichts wissen, weil er so normal ist. Doch auch im eigenen Land können wir sehen, dass das nicht immer so ist: beim abgehängten Prekariat. Gemeint ist das sozial abgehängte Prekariat. Arm, ungebildet und ausgestoßen. Ohne Lobby, niemand will näher etwas mit ihnen zu tun haben, auch sie sind im Grunde nicht erwünscht und fühlen sich auch so. Doch anders als man oft hört, sind das keine AfD Wähler, sondern überwiegend wählen diese Menschen gar nicht mehr und haben längst begriffen, dass auch sie nichts mehr zu verlieren und vor allem nichts zu gewinnen haben. Es sind keineswegs nur ein paar Frustrierte aus der ostdeutschen Provinz, auch im Ruhrgebiet, Bremerhaven, Berlin und Köln gibt es ähnlich sozial schwache Regionen in städtischem Milieu.

Die Menschen, die nach Deutschland als dem Synonym für eine Perspektive, für eine ganz andere, bessere Welt kommen, sind oft jene, die in ihren Heimatländern gar nicht mal in allen Fällen eine desolate Situation vorfinden, nur eben eine extrem perspektivlose. Die Gesellschaften dort sind deutlich jünger, das heißt auch kinderreicher, eine Perspektive hat der Familienälteste, die nachgeborenen Söhne schon nicht mehr. Entehrend, gerade für patriarchale Gesellschaften. Auch dort gibt es vor allem eines nicht: Eine soziale Rolle, etwas, was man tun könnte. Etwas, wofür man Anerkennung bekommt, Lob und nicht das schäbige Gefühl, dass es eigentlich vollkommen egal ist, ob man lebt, oder nicht. Hunger und Armut sind oft nicht das Problem, der Mangel an Möglichkeiten sein Leben zu leben und dafür Anerkennung zu finden. Wie bei uns im öden Osten oder tief im Westen. Auch bei uns wird keiner verhungern oder erfrieren, zerstörerisch ist das Gefühl des an sich Überflüssigseins. Es ist unendlich traurig, frustrierend und in einigen Fällen führt es zur Wut.

Das verbindende Band

Gemeint ist das Band zwischen die sozial Überzähligen hier, wie da. Oft kennen sie dieses Gefühl aus den eignen Familien: die Mischung aus geringer Wertschätzung, mangelndem Zusammenhalt, Broken Home. Eine Mutter und noch öfter ein Vater, den man nicht kennt, von dem man ahnen muss, dass er sich nicht interessiert, wen er da in die Welt gesetzt hat. Alkohol, Gewalt, Ungerechtigkeit, Missachtung jedweder Interessen und Bedürfnissen der Kinder und der Familienmitglieder unter einander.

Vielleicht hat man wirklich Krieg und Traumatisierungen erlebt, vielleicht ist man aber auch einfach das 11. von 17 Kindern, einer normalarmen Familie. Es sind statistisch besonders häufig die jungen Männer, die zu uns kommen, siehe hier und hier. Sie sind es, die auch den Mut und die Energie aufbringen, denen die Familie vielleicht auch etwas zutraut. Und es ist die Gruppe vom Menschen, die überall auf der Welt Probleme bereitet.

Christian Pfeiffer in einem Interview aus dem Mai 2016:

„Wir importieren Menschen und keine Kriminalität. Aber es gibt ein Problem mit einer importierten Machokultur. Die Mehrzahl der Flüchtlinge kommt aus Chaosländern, in denen Männer dominieren. Diktaturen sind immer Machokulturen. Und: Migration führt immer erst mal zu einer machobedingten Kriminalität. Das ist das Schicksal jedes Einwanderungslandes. Das ist  überall so, auch in den USA und Kanada.“

„Ja, das wird eine große Aufgabe, die jungen Kerle von den gewaltlegitimierenden Männlichkeitsnormen abzubringen. Geflohen zu sein, heißt ja nicht, auch die eigene Kultur verloren zu haben. Die Kultur legt man nicht ab wie ein Kleidungsstück. Das wird ein richtig spannendes soziales Experiment in den nächsten Jahren.“[13]

Es sind jene überzähligen jungen Männer, die der Gewaltforscher Gunnar Heinsohn meint, wenn er vom Youth Bulge spricht, Menschen, die einfach etwas erleben wollen. Es sind die jungen Männer vor denen man überall auf der Welt, auch bei uns, achselzuckend steht und denen man sagt: „Wir brauchen dich eigentlich nicht.“ Schon wenn es bei uns im Leben an sich gut läuft, ist für viele das Gefühl der Kälte und des Desinteresses schwer zu ertragen. Viele Mitarbeiter würden eher auf mehr Lohn verzichten, wenn sie nur mal von ihrem Chef (ehrlich) gelobt würden und sie das Gefühl hätten, ihre Arbeit würde überhaupt erst mal wahrgenommen und dann auch noch gewertschätzt. Anerkennung ist uns allen wichtig.

Es sind die jungen Männer, die Andreas Marneros im Blick hat, wenn er, der oft rechtsextreme Intensivtäter psychologisch begutachtet hat und über die er resümierend schreibt:

„Was machen wir also mit den Tätern von Axel bis Zoran? Wir haben nicht nur ihre Verbrechen, sondern auch ihr persönliches Elend kennen gelernt. Wir haben erkannt, dass sie zu den Schwachen, sehr Schwachen der Gesellschaft gehören. Auch, wenn ihre Schwäche sich zu Grausamkeit gewandelt hat. Wir haben gesehen, dass sie zu den Eingeschränkten gehören. Auch wenn ihre Eingeschränktheit tödliche Folgen haben kann. Wir haben die persönlichen Tragödien und das persönliche Elend der rechtsextremistischen Gewalttäter gesehen.

Die meisten von ihnen sind fast noch Kinder. Ihr Leben hat kaum begonnen, da ist es schon zerstört, da haben sie schon anderes Leben zerstört.

Was soll mit ihnen geschehen? Bestrafen oder therapieren?

Diese Frage ist bei solchen Gewalttätern in der Regel nicht alternativ zu stellen, unabhängig davon, was sie gemacht haben oder wem sie geschadet haben.“[14]

Wir stellen die Frage danach, was zu tun ist, noch einen Augenblick zurück.

Die Rolle der Gewalt in Gesellschaft und Subkultur

Ich habe schon lange den Eindruck, dass die Rolle der Gewalt in der Gesellschaft oft eigenartig unterschätzt oder klein geredet wird. Wenn man vergleicht wie das Strafmaß ausfällt, wenn ein Mensch ins Krankenhaus geprügelt wird, im Vergleich zu anderen Delikten, dann wundere ich mich manchmal. Ebenso bei psychisch oft hoch belastenden Situationen wie Mobbing und Stalking, Erpressung mit der Androhung von Gewalt. Aber wo noch nichts vorgefallen ist, kann man eben auch noch nichts machen und der geschickte Täter weiß oft, wie er vorgehen muss, damit sein Opfer maximal eingeschüchtert ist, aber strafrechtlich oder polizeitechnisch nichts passiert.

Doch auch die Angst von Menschen, in einigen Regionen, sich nicht mehr frei auf der Straße der eigenen Stadt bewegen zu können, ist ein im Grunde verheerendes Signal. Umso mehr, wenn auch hier die Ohnmacht der Staatsgewalt offensichtlich wird. Regionen, in die die Polizei sich selbst nicht mehr traut, „Stammkunden“, die verhaftet werden gleich am nächsten Tag wieder draußen sind. Der alltägliche Horror, den manche Kinder auf dem Schulhof erleben, von dem oft gar nicht klar ist, was er anrichten kann. Gewalt gegen andere Menschen, sollte ein großes gesellschaftliches Tabu sein, aber das ist oft nicht der Fall.

Das Gewaltmonopol liegt beim Staat und der darf sich das Heft hier nicht aus der Hand nehmen lassen. Subkulturen hat es immer gegeben und sie sind auch in den repressivsten Staaten präsent. Stalins Sowjet-Diktatur kam dem Negativideal eines paranoiden Überwachungsstaates nahe und inmitten dieser Strukturen mit Gulags, Massentötungen und Willkürverhaftungen organisierten sich die Diebe im Gesetz, als ein loser Verbund krimineller Organisationen, mit eigenen Kodizes. Aber was ist Kriminalität in einem Land, in dem flächenddeckender Terror von Staat ausgeht?

Subkulturelle Organisationen, in denen Gewalt oft eine Rolle spielt sind oft gut organisiert und agieren in bestimmten abgegrenzten Zirkeln, oft regional bedingt, manchmal auf die Branchen bezogen. Manchmal expandieren die kriminellen Organisationen über ihre angestammten Regionen oder einige Branchen, fusionieren, wie das Waffen-, Rotlicht- und Drogenmilieu. Da die Grenzen und Regeln hier oft klar sind, haben diese Subkulkulturen ohne es zu wollen, einen regulierenden Einfluss auf Gewalt, man respektiert bestimmte Terrains oder Regeln, auch wenn viele Geschichten der ehrenwerten Gesellschaften Legende sind. Da sich Organisationsstrukturen ausdifferenzieren, ist so mancher gesellschaftlche Raum vielleicht rechtsfrei, aber nicht unreguliert. Das Organisationsprinzip krimineller Vereinigungen, was gut funktioniert ist eines, was aus zwei Elementen besteht und diese Elemente sind durchaus attraktiv. Wir müssen verstehen, warum sie für einigen Menschen attraktiv sind und was genau die Attraktivität ausmacht. (Ausführlich auch: Was macht den Extremismus attraktiv?)

Der Mythos von Ehre und Kameradschaft ist ein für viele Männer attraktives Angebot. Viele subkulturelle Organisationen drehen den Spieß und die Regeln der Gesellschaft einfach um und postwendend wird das, was eben noch Schwäche war, zur Stärke. Man hat seine Aggressionen nicht im Griff, gehört einer ausgegrenzten Minderheit an? Kein Problem, willkommen im Club. Wo man sonst auf versteckte bis offene Ablehnung stößt wird aus dem vermeintlichen Makel im Handumdrehen eine Qualität gemacht. Man ist sofort ein Bruder, wird herzlich empfangen, kurz gesagt, man erlebt eine Offenheit und ein Willkommen, was man vielleicht noch nie im Leben erlebte. Alles, was man vermisste, hier ist es zu finden: Man wird angenommen, respektiert, nicht obwohl, sondern oft weil man ist, wie man ist, doch oft sichern sich diese Organisationen noch ein weiteres Mal ab. Bei kriminelle Organisationen gilt oft das Prinzip mitgefangen, mitgehangen, sprich: Man wird schnell in kriminelle Aktivitäten eingeführt, damit gesichert ist, dass man selbst Dreck am Stecken hat und nicht einfach geht und ausplaudert, was man gesehen hat. Anders gesagt, man gehört nun dazu, ist allerdings auch erpressbar.

Das Prinzip dahinter ist jedoch interessant. Man stellt soziale Rollen zur Verfügung, die es für diese Menschen in der Gesellschaft oft nicht gibt und man errichtet oft gewisse Hürden, für den Beitritt in die Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft die jeden aufnimmt, ist nicht sonderlich attraktiv, weil buchstäblich nichts dazugehört, dazuzugehören. Hürden, Initiationsriten machen diese Organisationen attraktiver, als andere, ähnliche, mit geringeren oder gar keinen Hürden. Dies sollten wir im Hinterkopf behalten, wenn wir nun versuchen, die Frage zu beantworten, ob man überhaupt etwas gegen Intensivtäter machen kann und was das sein könnte.

Was kann man tun?

Andreas Marneros, Professor für Klinische Psychiatrie, mit Schwerpunkten in der Erforschung von Gewalttaten, schrieb, dass Strafe oder Therapie keine Alternative sein, sondern ergänzend gedacht werden müssen. Richtig, und man kann noch mehr ergänzen und muss das vermutlich auch tun.

In dem einen Segment können und müssen die Vertreter des Staates, Strafverfolgung und Justiz tätig werden, sowie die Spezialisten aus dem Bereich von Psychologie und Soziologie, die sich mit diesen Themenfeldern beschäftigen. Doch auch wir alle können etwas tun. Doch zunächst zu den Spezialisten.

Strafe und Repression

Gefängninsflur

Schnelle und harte Strafen können abschrecken, sind aber nur ein Teil des Ganzen. © 826 PARANORMAL under cc

Es gibt verschiedene Tätertypen und nicht alle werden in gleichem Maße von Strafen abgeschreckt, wenn überhaupt. Viele allerdings schon. Schon die Aussicht in den Knast zu kommen, erschreckt sie hochgradig und wenn sie damit ernsthaft konfrontiert werden, hat das einen großen Effekt, vor allem auf verirrte Jugendliche, die sich und ihre Grenzen wirklich mal austesten wollen.

Für andere Täter ist im Knast gewesen zu sein allerdings eine Art Auszeichnung. Man ist einer von den Härteren, meint es ernst und nimmt auch was in Kauf, ist kein Poser. Intensivtäter gehören dazu. Sie haben geringe Hemmungen Empathie und Rücksicht sind ihnen fremd, nicht aber, beim anderen die wunden Punkte zu finden. Wenn sie in Richtung Psychopathie gehen, verfügen die über eine Besonderheit im Umgang mit Angst. Sie haben keine. Genauer: Auch ihr Erregungs- und Angstlevel steigt an, bis zu einem bestimmten Punkt, an dem sie eine Art Tunnel geraten, in dem sie fokussiert und entspannt sind, dort, wo bei anderen die Erregung weiter ansteigt. (Siehe auch: Heilige und Psychopathen) Es gibt verschiedene Theorien darüber, woher das kommt, vermutlich stimmen alle ein wenig.

Intensivtäter kennen das Milieu von Drohungen, Willkür und Erpressung, oft von Kindesbeinen an. Dort haben sie ihr Heimspiel und ihre eigentliche Schwäche liegt darin, dass sie sich nicht vorstellen können, dass die Welt und die Menschen in ihr tatsächlich anders funktionieren könnten, als manipulierend und rücksichtslos. Sie kennen es nicht anders und wenn dieser Bereich nie trainiert und gelebt wurde, ist auch die Begegnung mit anderen Menschen, die das aufrichtig leben, für sie nicht zu erkennen. Übersetzt in ihre Erlebenssphäre ist das Mitgefühl und Anteilnahme nur ein weiterer Trick um anderen noch subtiler hinters Licht zu führen, oder alternativ ein Ausdruck grenzenloser Naivität von Menschen, die einfach zu schwach oder zu dumm sind zu kapieren, wie die Welt tatsächlich funktioniert. Verständlich, wer nur schwarz und weiß sehen kann, hält die Rede von einer Welt der Farben für Unsinn.

Die an sich reichere Welt der anderen wird aber auch nicht beneidet, da sie vielfach weit außerhalb der emotionalen Reichweite ist. Man kennt es einfach nicht und wüsste auch nicht, was man davon hätte, zu weichlich und unattraktiv erscheint diese Welt. Das muss man wissen und setzt auch jenen Ansätzen Grenzen, die meinen, dass Menschen mit stärkeren antisozialen Tendenzen, zu wenig Liebe bekommen hätten – was vermutlich stimmt – und nun eigentlich nach Liebe dürsten – was nicht stimmt. Die Fähigkeit zur Liebe, Anerkennung, Interesse am anderen – sie zu geben und zu empfangen – ist, ab einem bestimmten Punkt erst einmal erloschen. Diese Menschen lassen sich vielleicht noch geren gerne feiern und bewundern, aber sie lassen niemanden emotional an sich heran. Zum Bild des ausgewachsenen Psychopathen gehört, dass neben dem Vollbild des Narzissten auch das des Sadisten und Paranoikers gehört. Das sind Menschen, die chronisch misstrauisch sind, sich niemandem öffnen und dies höchstens taktsich tun, um andere auszuhorchen oder wenn sie sich Vorteile versprechen.

Nicht, dass es wahrhaftige Liebe und Mitgefühl gibt, ist naiv, nicht, dass die meisten Menschen schrecklich normal sind und keine heimlichen Monster noch grenzenlose Eogoisten ist naiv, sondern nur der Glaube, dass man mit Liebe und Mitgefühl unmittelbar jeden erreichen und auf den rechten Pfad bringen kann. Das ist eher etwas für Vorabendserien, aber ansonsten ist es tatsächlich naiv, dass man jemandem nur den Arm um die Schulter legen und sagen muss: „Nun erzähl doch mal“, worauf der harte Junge heftig zu schluchzen beginnt, erzählt, was in seinem Leben schief gelaufen ist und Besserung gelobt.

Da die Welt bunt ist und es kaum etwas gibt, was es nicht gibt, ist es absolut glaubwürdig, dass es diese Fälle tatsächlich auch gibt, wenn der richtige Mensch im richtigen Moment da ist und viele sehen sich ja in der Tat nach Struktur und einer Orientierung im Leben. Aber was für manche gilt, funktioniert eben nicht bei allen. Andreas Marneros:

„Es wäre Augenwischerei zu glauben, dass alles Abweichende, alles Pathologische und alles Defizitäre der menschlichen Natur therapierbar sei. Es wäre bestenfalls ein rührender Idealismus, so zu denken, aber kein realitätskonformer Pragmatismus. Viele von uns Psychiatern und Psychologen haben sich in jungen Jahren blutige Nasen geholt, wenn die der Schimäre der All-Therapierbarkeit folgten. Wir müssen damit leben, dass bestimmte Persönlichkeitsstörungen, die unter bestimmten Umständen ein bestimmtes Niveau erreicht haben, nicht mehr therapierbar sind. Sie sind höchstens limitierbar. Trotzdem muss man auch solchen Menschen jede Chance geben. Allerdings nicht um den Preis, dass andere Menschen ihr Leben verlieren, verletzt, geschändet, gedemütigt werden. Nicht um den Preis, dass die Würde andderer Menschen angetastet werden kann.“[15]

Früh fängt es an, dass echte Psychopathen auffällig werden, indem sie mit Lust Tiere quälen oder töten und erkennbar wird, dass Grausamkeit ihnen Spaß bereitet. Haftstrafen schrecken diese Menschen nicht ab, auch, weil die manchmal in diesem Umfeld stärker beheimatet sind, als in der Welt da draußen.

Strafen und Kultur

Wir müssen verstehen, dass eine Mildtätigkeit oder zweite Chance, die unser Strafrecht zur Verfügung stellt von Menschen aus anderen Kulturen mitunter als Schwäche interpretiert wird. Der Eindruck ist dann, dass man tun und lassen kann, was man will und ja nichts passiert. Das Problem ist, dass, wenn Menschen aus Regionen zu uns kommen, in denen schon kleine Vergehen hart bestraft werden, unser Rechtssystem natürlich weich erscheint, aber genau so wollen wir es ja nicht ohne Grund haben. Strafe soll bei uns eben keine Rache sein, sondern dem Menschen die Chance geben, sich zu bessern.

Der Gedenke dahinter ist, dass wenn Menschen konsequent erleben, dass es auch anders geht, sie zur Einsicht kommen und langsam sehen, dass dieser Staat mit dieser Art der Strafinterpretation ja eigentlich ganz gut und schützenswert ist. Doch wie Christian Pfeiffer oben sagte, streift man seine Kultur nicht einfach so ab, wie die Kleider am Abend. Polizeitverteter fordern daher schnellere, härtere Strafen, schon beim ersten Vergehen. Ansätze, die in diese Richtung gingen, gab es schon, sie hatten auch Erfolge. Doch law and order allein ist keine Lösung, aus dem einfachen Grund, weil ein Staat, der immer härter wird, sich immer mehr auf das Terrain von Intensivtätern und auf gesellschaftliche Modelle, die wir aus gutem Grund ablehnen, begibt. In Regionen wo Intensivtäter gerade ihr Heimspiel haben, hat die Gesellschaft nichts zu gewinnen, auch diieses anderen, unbequeme Ende des Spektrums muss man sehen. Rübe runter und Schwanz ab, sind so wenig adäquate Lösungen, wie Sozialromantik und Kuschelkurs es in einem allumfassenden Sinne sein können.

Therapie

Strafen haben ihren Effekt, um zu zeigen, dass das notorische Überlegenheitsgefühl von echten Intensivtätern unbegründet ist. Der Staat kann auch anders, wenn er will. Das ist aber ein therapeutischer Effekt, der die narzisstischen Größenphantasien ins Wackeln bringt. Das erhöht die therapeutische Ansprechbarkeit, da Menschen mit narzisstischer und paranoider Störung in Kombination, die bei Intensivtätern häufig ist, denken, dass sie alle um den Finger wickeln und austricksen können. Was ihnen in der Tat auch öfter mal gelingt.

Die eine Therapie für alle gibt es nicht. Doch das Thema realistisch zu betrachten heißt nicht, pessimistisch werden zu müssen. Von verhaltenstherapeutischen Ansätzen, die auch Intensivtätern zeigen kann, wie sie sich bremsen können – und sei es nur, um nicht wieder bestraft zu werden – über die übertragungsfokussierte Therapie (TFP) gibt es verschiedene therapeutische Ansätze, die wirksam sind, theoretisch und unter optimalen Bedingungen bis in den Bereich des Malignen Narzissmus, aber nicht mehr bis zur antisozialen Persönlichkeitsstörung, die nach wie vor als unheilbar gilt.

Praktisch ist die Prognose für den Narzissmus im fortschreitenden Lebensalter ausgezeichnet, aber sie wird schlechter, je mehr antisoziale Tendenzen und aggressive Züge in die narzisstische Persönlichkeit einsickern und das bei Intensivtätern so gut wie immer der Fall. Hier liegen also die Grenzen, von denen Marneros sprach.

Prävention

Doch Intensivtätern kann man nicht nur nachher begegnen, am besten ist die Prävention. Und Prävention heißt keinesfalls nur allumfassende Überwachung und Früherkennung, sondern wirklich dem Übel an die Wurzeln zu gehen. Repressionen von Seiten den Staates bedeuten immer auch Einbußen in der Lebensqualität. Was unseren Staat auszeichnet ist der hohe Grad an Freiheit, den er verspricht. Nur tendenziell paranoide Menschen verzichten im Gedanken an eine allumfassende Sicherheit gerne auf Freiheit. Andere gewichten das deutlich anders und ein Recht auf Privatsphäre ist ungeheuer wichtig und ein Blick in die Geschichte von Überwachungsstaaten zeigt den meisten, dass sie dann doch nicht so leben wollen.

Die Rolle der Prävention ist extrem breit und es ist nicht möglich, hier auf alle Aspekte einzugehen. Wenn wir kurz den internationalen Kontext streifen, dann gilt recht übereinstimmend nach wie vor, dass wir Einwanderung in einem recht großen Stil brauchen, weil unser Land demographisch überaltert, was eine Menge großenteils negativer Konsequenzen hat. Zudem ist „Fluchtursachen beseitigen“ ein ambitioniertes Unterfangen, bei dem größtenteils unklar ist, was nun das richtige Konzept ist. Und die, die behaupten, das sei alles ganz einfach, haben nicht immer recht ist und sie widersprechen sich gegenseitig.

Es gibt in meinen Augen keinen vernünftigen Grund dagegen, dass wir Einwanderung steuern, in dem Sinne, wie wir als Staat und Gesellschaft das wollen, leider ist die Diskussion darüber zum großen Teil ausgeblieben ist. Selbst die Vermittlung des bei uns Üblichen und ihrer Ergebnisse wird nicht ausreichhend dargestellt. Das ganz große Rad bezogen auf Migrationsströme und sogenannten Fluchtursachen drehen zu wollen und mal eben die Kolonialzeit und den Klimawandel im Alleingang auszuputzen, wäre etwas vermessen. Doch im eigenen Land kann man etwas tun.

Rollenangebote und Moral

Mir ist der Punkt der sozialen Rollen sehr wichtig, weil er gleich mehrere Elemente verbindet, die mit dem Thema Intensivtäter direkt zu tun haben. Zum einen verbindet er die Schicksale deutschstämmiger und ausländischer Intensivtäter. Beide haben, neben dem, was ihre Erfahrungen individuell und kulturell unterscheidet das gemeinsame Element, vermittelt bekommen zu haben, dass sie als Mensch überflüssig sind. Man weiß nicht, wo man hingehört oder bekommt das noch grausamere Gefühle vermittelt, dass man nirgendwo erwünscht ist. Wer radikal abgelehnt wird, oder wessen Existenz einfach egal ist, der lehnt selbst ab, dem sind andere ebenfalls manchmal egal. Vor allem, wenn noch Gewalt und sadistische Willkür hinzukommen. Erstaunlich, wenn aus einigen dieser Menschen mit desaströsen Startbedingungen dennoch etwas wird, doch das ist eher die seltene Ausnahme. Nicht alle diese Menschen werden Intensivtäter, manche beginnen vielleicht sich mit Drogen zu zerstören, werden depressiv oder sonst etwas aber so gut wie alle Intensivitäter haben diesen Hintergrund.

Und so ist es wichtig, dass wir familiäres Elend ernst nehmen und eindämmen. Menschen, die andere als liebevoll und fürsorglich erleben, werden viel seltener zu Tätern. Richtig „irre“ sind die aller wenigsten, fast alle sind schuldfähig. Sie wissen, dass das, was sie tun nicht in Ordnung ist, es interessiert sie nur nicht. Dazu gehört, das man Rollen und Perspektiven anbietet. Wer immer du bist, wo immer du herkommst, du kannst einer von uns sein und dann lassen wir dich nicht hängen.

Du musst uns zeigen, dass du einer von uns sein willst und wenn du das tust, stehen wir immer an deiner Seite. Das ist die Botschaft der Männerbünde und Kameradschaften. Vielleicht ist das für Männer wichtiger als für Frauen, vielleicht ist ihr Modell von Beziehungen und Dazugehören anders als das von Frauen, aber die aller meisten wollen irgendwo dazu gehören. Das Angebot können wir als Gesellschaft machen, man muss dann allerdings auch klar machen worum es in unserer Gesellschaft geht und verstehen, dass Zuwanderern das zunächst oft fremd ist.

Denn nur Menschen, denen wir dieses Angebot machen, kann man auch moralisch beikommen. Man kann ihr Verhalten als Gesellschaft sanktionieren und das sehr wirksam. Wer wirklich persona non grata ist, der ist sozial tot. Das ist ein entsetzliches Gefühl und damit eine hohe Strafe. Entsprechend sensibel sollten wir damit sein, Menschen in brisanten Fällen nicht falsch zu verdächtigen, man könnte sie zu Outlaws machen.

Narzisstische und psychopathische Ideale hinterfragen

Boxkampf

Sport kann strukturieren, integrieren und Energien verbrauchen. © Iamerskeni under cc

Es heißt immer, als einzelner könne man nichts tun. Falsch, man kann jede Menge tun und jeder kann bei sich anfangen. Es ist nur leider sehr bequem und damit verlockend immer wieder zu suggerieren und sich erzählen zu lassen, dass man nichts tun könne. Ein narzisstischer Mehltau in der Gesellschaft, die bequem und oberflächlich ist und mitunter sogar psychopathische Ideale goutiert, statt Psychopathen bloß zu stellen und aus gesellschaftlich relevanten Positionen zu entfernen. Der Bürger ist der Souverän, kein Untertan. Das heißt ja nicht, dass man den Staat und seinen Vertretern mit mangelndem Respekt begegnet, aber eben so, wie man auch anderen Menschen mit Respekt begegnen sollte. Machtmissbrauch, Vetternwirtschaft, Unterdrückung und Sonstiges kann und sollte man radikal anprangern. Die Zeit ist günstig, weil viele Menschen, die Nase gestrichen voll haben, allerdings verfehlt der reine Protest oft zu formulieren, was denn anders laufen soll und wie es laufen soll. Und das kann man ja nachliefern.

Der Zusammenhang zwischen Narzissmus und Psychopathie ist eng. Es sind nur graduelle Unterschiede und wer ein narzisstischen Idealen nacheifert, Leistung, Erfolg und Optimierung um jeden Preis, vor allem auf Kosten von Zusammenhalt, Freundschaft, Sorge, der macht die Situation nicht besser und bereitet den Nährboden für immer regressivere Drehungen nach unten, in der Spirale der Entwicklung. Denn das fördert soziale Kälte, Härte und Gleichgültigkeit.

Michael Stone beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Serienkillern und Psychopathen, auch er macht klar:

„Im Gegensatz dazu sind chronisches oder wiederholtes kriminelles Verhalten und Narzissmus sehr eng, man könnte fast sagen: unauflöslich miteinander verknüpft, insofern als es sich beim Wiederholungstäter oder „Berufskriminellen“ um eine Persönlichkeit handelt, die ganz klar „die erste Geige“ spielen muss. Der Wiederholungstäter kreist um sich selbst und begegnet derjenigen, auf die er es abgesehen hat, mit Gleichgültigkeit.“[16]

Narzissmus muss nicht notwendigerweise mit kriminellem Verhalten einhergehen, aber Kriminalität impliziert sehr wohl Narzissmus, wie Stone und viele andere festhalten. Etwas gegen den Narzissmus zu tun, heißt das Auftreten von Kriminalität zu erschweren und Intensivtätern das Wasser abzugraben, dadurch dass man den Narzissmus in der Gesellschaft und seine möglichen Ursachen thematisiert.

Flexible Lösungen

Die Gesellschaft kann und will nicht alle Menschen aufnehmen. Sie hat ein Recht dazu. Sie kann Menschen auch ausweisen, aber das ist eine extrem schwieriges und zähes Geschäft. Eine pragmatische Lösung ist die freiwillige Rückführung von Menschen, die keine Bleibeperspektive haben, bevor sie zu Straftätern geworden sind. Man zahlt ihnen Rückfahrtickets und ein Startgeld, was zwar Kosten verursacht aber letztlich günstiger ist als zähe Verfahren über viele Monate bis Jahre, mitsamt den unschönen Begleiterscheinungen der ansteigenden Kriminalität bis zum Intensivtäter.[17]

Narzissmus geht immer auch mit sozialer Kälte und Oberflächlichkeit einher. Wenn wir es schaffen, die derzeitige Regression zu überwinden und einiges deutet darauf hin, dass sich eine Rückkehr zu mehr Sorgfalt und Dialog abzeichnet, können wir einige Themen neu verhandeln, gerade auch im Zusammenhang mit neuen Impulsen durch Einwanderung. Viele Machokulturen übertreiben die Männlichkeit, wir haben sogar Tendenzen, die Rolle von Männern etwas ins Lächerliche zu ziehen, bis zur Entwertung, die andere Seite des Übels.

Die Rolle der Religion ist ambivalent. Sie kann Bildung und Aufklärung verhindern, auf der anderen Seite aber Orientierung, Struktur und Perspektiven begünstigen, auch in der Psychologie wird sie inzwischen fundamental neu bewertet.

Strafen müssen sein, jedoch sollte man weiterhin mit Augenmaß strafen, denn Radikalisierung findet oft auch im Knast statt. Religiöse Extremisten oder kriminelle Organisationen verbreiten durch die oben erwähnten Rollenangebote, die sie zur Verfügung stellen, Perspektiven, die der Staat und die Gesellschaft auch anbieten müssen. Das ist an sich kein Problem, weil Europa der Kontinent ist, in dem die Idee stark ist, dass das Individuum der Dreh- und Angelpunkt ist. Die sorgenvolle Investition in Einzelne lohnt sich also und ist uns bekannt, wir müssen den Blick nur darauf richten, weniger Gruppen radikal auszugrenzen und noch ein wenig öfter die Hand zu reichen, freilich zu bestimmten Bedingungen, die einzuhalten sind.

Zum Schluss

Die Kraft der Gesellschaft liegt in ihrer Fähigkeit zur Integration, von integrationswilligen Menschen auf der anderen Seite. Die Gesellschaft hat das Recht klar zu machen, wo die Grenzen sind, doch gerade Deutschland hat immer wieder bewiesen, dass es zur Integration fähig ist, die zu Beginn immer ruckelig verläuft. Integration ist dabei nicht eine Sonderleistung, sondern etwas, was sich ganz natürlich vollzieht, wenn man sich in der Arbeit, beim Sport, in privaten oder Liebesbeziehungen begegnet.

Menschen, die eine Perspektive in Aussicht haben, sind in aller Regel dankbar, friedlich und strengen sich an, um sich in der neuen Welt zurecht zu finden. Nicht für alle wird Deutschland eine neue Heimat werden, aber für viele kann es das und wir können es gut gebrauchen. Mit gutem Willen und gesundem Menschenverstand lassen sich so gut wie immer Lösungen finden.

Intensivtäter sind eine kleine Gruppe von Menschen, die das Bild verzerren und die Diskussionen emotionalisieren. Von Nazis und Nafris und den immer gleichen einpoligen Scheinlösungen zu hören, ist nicht wirklich erfreulich. Diese flachen Versuche zurück zu weisen ist gut, weil man dann Zeit hat, sich auf ernsthafte Lösungen zu konzentrieren. Die Spielwiese zwischen Sozialromantik und Menschenverachtung ist breit. Gegen Intensivtäter kann man durchaus radikal vorgehen, wenn man den Begriff wörtlich nimmt und an die Wurzel dieses Übels geht.

Die Macht der Gesellschaft ist vor allem ihre Besonnenheit und Normalität und die Fähigkeit zur moralischen Ächtung. Die Gesellschaft ist auch eine ausdifferenzierte Maschinerie, die einfach immer weiter geht und sich selten beirren lässt. Man hat sich gefragt, was wohl passiert, wenn auch Deutschland erstmalig Terror erlebt. Es ist so gelaufen wie in vielen anderen Ländern, das Leben geht weiter, einige sind vorsichtiger geworden, andere sagen, jetzt erst recht.

Schrill sind vor allem die Ränder die apokalyptische Szenarien projizieren, doch viele profitieren davon, dass man bei uns noch immer soziale Rollenangebote im Überfluss vorfindet, nehmen diese wahr und füllen sie aus. Diesen Menschen darf man weiterhin viel zutrauen.

Quellen:

  • [1] Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2016, Version 2.0 S. 12-15, online verfügbar unter: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2016/pks2016_node.html;jsessionid=E226F9381D96845C617CE0371966C053.live2301 Lizenz: https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0
  • [2] Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2016, Version 2.0 S. 73, online verfügbar unter: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2016/pks2016_node.html;jsessionid=E226F9381D96845C617CE0371966C053.live2301 Lizenz: https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0
  • [3] Christian Pfeiffer in der Sendung „Mehr Gewalt in Deutschland – Was sind die Konsequenzen?“ – phoenix Runde vom 25.04.2017, ab 36:40 online unter: https://www.youtube.com/watch?v=YfL4oqj8fpM
  • [4] Christian Pfeiffer in der Sendung „Mehr Gewalt in Deutschland – Was sind die Konsequenzen?“ – phoenix Runde vom 25.04.2017, ab 9:55, online unter: https://www.youtube.com/watch?v=YfL4oqj8fpM
  • [5] Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2016, Version 2.0 S. 79, online verfügbar unter: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2016/pks2016_node.html;jsessionid=E226F9381D96845C617CE0371966C053.live2301 Lizenz: https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0
  • [6] Memet Kiliç in der Sendung „Mehr Gewalt in Deutschland – Was sind die Konsequenzen?“ – phoenix Runde vom 25.04.2017, ab 14:50, online unter: https://www.youtube.com/watch?v=YfL4oqj8fpM
  • [7] Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2016, Version 2.0 S. 77, online verfügbar unter: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2016/pks2016_node.html;jsessionid=E226F9381D96845C617CE0371966C053.live2301 Lizenz: https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0
  • [8] Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2016, Version 2.0 S. 61, online verfügbar unter: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2016/pks2016_node.html;jsessionid=E226F9381D96845C617CE0371966C053.live2301 Lizenz: https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0
  • [9] S. Ullrich und A. Marneros, „Was ist das nur für ein Mensch, der so etwas tun konnte?“, in Cornelia Mussolf, Jens Hoffmann (Hrsg.), TTäterprofile bei Gewaltverbrechen, Springer 2002, S. 260
  • [10] S. Ullrich und A. Marneros, „Was ist das nur für ein Mensch, der so etwas tun konnte?“, in Cornelia Mussolf, Jens Hoffmann (Hrsg.), Täterprofile bei Gewaltverbrechen, Springer 2002, S. 263 – 266
  • [11] S. Ullrich und A. Marneros, „Was ist das nur für ein Mensch, der so etwas tun konnte?“, in Cornelia Mussolf, Jens Hoffmann (Hrsg.), Täterprofile bei Gewaltverbrechen, Springer 2002, S. 269
  • [12] Christian Pfeiffer in der Sendung „Mehr Gewalt in Deutschland – Was sind die Konsequenzen?“ – phoenix Runde vom 25.04.2017, ab 10:30, online unter: https://www.youtube.com/watch?v=YfL4oqj8fpM
  • [13] Christian Pfeiffer in einem t-online Interview, 13.05.2016, 09:45 Uhr | Evelyn Bongiorno-Schielke, t-online.de, online unter: http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_77823902/kriminologe-pfeiffer-migration-fuehrt-immer-erst-mal-zu-einer-machobedingten-kriminalitaet-.html
  • [14] Andreas Marneros, Blinde Gewalt: Rechtsradikale Gewalttäter und ihre zufälligen Opfer, Scherz 2005, S. 208
  • [15] Andreas Marneros, Blinde Gewalt: Rechtsradikale Gewalttäter und ihre zufälligen Opfer, Scherz 2005, S. 210
  • [16] Michael Stone, Empirische Grundlagen zum Narzissmus, in Otto F. Kernberg und Hans-Peter Hartmann (Hrsg.), Narzissmus: Grundlagen Störungsbilder Therapie, Schattauer 2006, S. 405
  • [17] Christian Pfeiffer in der Sendung „Mehr Gewalt in Deutschland – Was sind die Konsequenzen?“ – phoenix Runde vom 25.04.2017, ab 32:05, online unter: https://www.youtube.com/watch?v=YfL4oqj8fpM